Die Omalos-Ebene Drucken E-Mail

Die Omalos-HochebeneDie bekannte Omalos-Ebene ist umgeben von den hohen Gipfeln der Lefka Ori, den Weißen Bergen, und befindet sich in 1.040 bis 1.250 Metern Höhe über dem Meeresspiegel, nur 38 km von Chania-Stadt entfernt. Die Omalos-Ebene bildet die Grenze zwischen dreien der fünf Bezirke der Präfektur Chania, Kydonia, Sfakia und Selino.

Während der türkischen Besatzungszeit bot die Omalos-Ebene den Einheimischen Schutz und war gleichzeitig die Basis der Widerstandskämpfer während zweieinhalb Jahrhunderten türkischer Besatzung, sowie in anderen Kriegen mit verschiedenen Eroberern.

Von der Ebene, genauer gesagt vom Xiloskalo in 1.250 Metern Höhe, beginnt der Abstieg in die weltberühmte Samariaschlucht. In Xiloskalo sind auch die Wächter stationiert, die die Schlucht begehbar halten, außerdem gibt es ein Informationszentrum mit einem kleinen Museum mit Informationen über die Lefka Ori und Samaria.

Der Pfad nach Gigilos Gegenüber von Xiloskalo erhebt sich der stolze Berg Gigilos. Sein höchster Punkt ist bei 2.080 Metern, und im Altertum glaubte man, dass hier der Thron des auf Kreta geborenen Gottes Zeus stand. Westlich vom Gigilos befinden sich die Spitzen der Berge Agathopi (1.768 m) und Psilafi (1.984 m). Hier fanden der Sage nach die Pferderennen des Göttervaters Zeus statt. In neuerer Zeit haben auf dem Gipfel des Agathopi mehre Ski-Slalom-Rennen stattgefunden.

Einer der schönsten Wanderwege in den Weißen Bergen ist der Aufstieg auf den Gigilos, der etwa zweieinhalb Stunden dauert. Diese Route ist relativ einfach. Auf halbem Weg erreichen wir die Quelle von Linoselli, wo auf 1.500 m Höhe das ganze Jahr über eiskaltes, kristallklares Wasser fließt. Im Altertum befand sich hier ein bekanntes Orakel. Kurz davor befindet sich die „Höhle der Dämonen“ (Demonospilio), der Sage nach die Wohnstätte der Dämonen. Auf diversen Wanderkarten sind noch viele andere Routen von griechischen und ausländischen Alpinisten verzeichnet worden. Mindestens 10 Eingänge zu Höhlen befinden sich an der Oberfläche des Berges, die tiefste reicht 115 Meter tief, und befindet sich auf dem Weg zum Gipfel.

Die Tzanis-Höhle Südöstlich der Ebene befindet sich eine 5 km lange Bergstraße, die zur Berghütte Kallergi auf 1.680 m Höhe führt. Von hier oben hat man einen atemberaubenden Blick auf das Kretische und das Libysche Meer, die Samaria-Schlucht und die Insel Gavdos. Von der Hütte kann man über die Weißen Berge bis nach Sfakia und in andere Orte weiterwandern.

Beim Abstieg von der Hochebene, trifft man rechter Hand auf die große Höhle Honos, auch Tyanis-Höhle genannt, in der Tyanis Markos während der ersten Jahre der Türkischen Invasion sein Lager aufgeschlagen hatte. Höhlenforscher aus Chania erforschten die Höhle erstmals zusammen mit französischen Kollegen. Sie reicht 2,5 Kilometer weit in den Berg hinein, der Höhenunterschied vom Eingang bis zum tiefsten Punkt beträgt 241 Meter, und bildet eine tiefe, überdachte Schlucht.

Der Turm von Hadzimihalis Jannaris In früheren Jahren bauten die Einheimischen auf der Ebene Getreide und Kartoffeln an, und es gab viele Schäferhütten und kleine Käsereien („Mitata“), in denen der hervorragende traditionelle Käse produziert wurde. Während der deutschen Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg gab es kurzzeitig sogar einen kleinen Flughafen in Omalos.

Gegenüber dem Eingang der Tzanis-Höhle, befindet sich auf einem Hügel der Turm und die gleichnamige Kirche des berühmten Anführers und Halbgott der Weißen Berge, Hadzimihalis Jannaris. Er war ein Widerstandskämpfer aus dem Dorf Lakki, und lebte von 1851 bis 1916.

Hadzimihalis Yiannaris Hadzimihalis Jannaris wurde mit Generalsehren bestattet, auf seinen Wunsch hin hier in Omalos. Sowohl seine körperliche Erscheinung als auch sein Charakter waren großartig, und er diente als allgemeiner Anführer im Bezirk Kydonias in Chania von 1866 bis 1898. Hadzimihalis Jannaris war einer der Pioniere in den Aufständen von 1855 und 1856 und einer der Hauptbeteiligten im großen Aufstand von 1866-1869. Viele Male war er von den Türken gefangengenommen worden, aber er schaffte es immer, zu entkommen. Auf der schwierigen und unmöglichen Flucht von der Flucht Firkas in Chania im Jahre 1860, schwor er, dass er, falls seine Flucht Erfolg haben werde, die kleine Kirche Agios Panteleimonos neben dem Turm bauen würde, die später zu seiner Grabstätte wurde. Für eine Weile lebte Hadzimihalis Jannaris im Exil in Odessos in Russland. Im Jahre 1912 wurde er Parlamentsmitglied und Regierungsmitglied des Unabhängigen Kretischen Staates. Am 1. Dezember des Jahres 1915 übergab er dem Griechischen König die Flagge, die in der Festung Fircas als Zeichen der offiziellen Vereinigung Kretas mit dem Rest Griechenlands gehisst wurde.

Auch im Winter bietet die Ebene einen einmaligen Anblick, denn sie ist häufig schneebedeckt, und das ganze Jahr über bildet sie ein attraktives Ausflugsziel für in- und ausländische Besucher.

 

free wifi internet access!

Neos Omalos on FacebookNeos Omalos on BloggerNeos Omalos on Google Maps